Solischreiben an ver.di zu Streik Stadtmission HD

Veröffentlicht am 25.03.2013 in Pressemitteilungen

Liebe Silke,

die AfA Rhein-Neckar verurteilte schon im April 2012 in einem offenen Brief das Verhalten des Vorstands und der GeschäftsführerInnen der Stadtmission Heidelberg. Wir forderten u.a.
„Wir bitten Sie auf den demokratischen Boden der Tatsachen zurückzukehren, nehmen Sie die Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di zu einem Tarifvertrag mit der Stadtmission auf und beachten Sie die EU-Grundrechtecharta, die Streik unter dem Begriff Solidarität fasst. Das Grundrecht auf Streik ist weltweit anerkannt und solle auch in Heidelberg nicht enden! Im christlichen Sinne halten wir es für logisch und klug, Abstand zu nehmen vom gerichtlich bestrittenen werden. Im christlichen Sinne, also nah an ihrem Wertesystem...möchten wir Ihnen sagen, es ist nie zu spät auf den rechten Weg zurückzukehren.“
Nun hat die Gewerkschaft ver.di erneut die evangelische Stadtmission Heidelberg zu Tarifverhandlungen aufgefordert,

weil es für die Beschäftigten wichtig ist, gleiche und abgesicherte Arbeitsbedingungen zu haben, wie andere Beschäftigte.
Wieder lehnte dies das Diakonische Werk ab, mit dem Hinweis satzungsgemäß nicht zur Verhandlung befugt zu sein?!
Warum glaubt das Diakonische Werk weiterhin, dass es für seine Beschäftigten keinen Tarifvertrag braucht? Warum sollen für die Beschäftigten Sonderregelungen im arbeitsrechtlichen Bereich gelten? Warum meiden sie Tarifverträge wie der „Teufel das Weihwasser“? Immer mehr Menschen in Deutschland verstehen die evangelische Kirche in diesem Punkt nicht mehr und wollen gleiches Recht für alle Beschäftigten. Wir als AfA Rhein-Neckar wollen dies ebenfalls und unterstützen die Forderung von ver.di und den Beschäftigten! Wir werden dies solange verurteilen, bis die Stadtmission Heidelberg ein Einsehen hat. Wir gratulieren zum heutigen Streik, er war ein wichtiges Zeichen, dass es noch nicht vorbei ist und die Beschäftigten und die sie vertretende Gewerkschaft sich so nicht abspeisen lassen werden. Wir werden ebenfalls nicht locker lassen und weiter an eurer Seite stehen.

In diesem Sinne solidarische Grüße von der AfA Rhein-Neckar,

Cordula Becker

 

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